Geldgeber & Sponsoren

Mit herzlichem Dank an:

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Unser Dank gilt weiterhin folgenden Geldgebern und Sachmittelspendern:

Dr. med. Auell. Praxis Huber & Kunz Zahnärztinnen. Bayerischer Rundfunk, Weltspiegel. Moritz-Verlag. Beltz-Gelberg-Verlag. Schirner Verlag GmbH + Co KG.

Wir danken allen weiteren Mit- und Möglichmacher/innen für ihre finanzielle, ideelle und tatkräftige Unterstützung, ohne die leben aus gestorben nicht umgesetzt werden könnte.

 

Grußwort des Oberbürgermeisters der Wissenschaftsstadt
Darmstadt – Jochen Partsch

j. partsch

„Du weißt, ’s ist aller Los: was lebt, muss sterben.“
Die Königin in „Hamlet“

Shakespeare bringt es auf den Punkt: Wir alle, die wir geboren sind und leben, müssen einst sterben. Der Tod gehört zum Leben dazu, und es bleibt uns nichts anderes übrig: Wir müssen uns ihm stellen, früher oder später.

„Leben – aus – gestorben“ – das ist der Titel eines Projektes und einer Ausstellung, die vom 10. Mai bis 02. November 2014 im ehemaligen Krematorium des Waldfriedhofes zu sehen ist. Dieser wunderschöne Ort der Ruhe, der Trauer und Besinnung besteht nun seit genau 100 Jahren und gibt damit besonderen Anlass, sich mit dem Tod, dem Sterben, aber auch mit dem Leben neu zu befassen.

Dabei ist die Beschäftigung mit dem Tod alles andere als einfach. Tod bedeutet Verlust, Sterben oft Schmerz und großes Leid. Manchmal wird behauptet, der eigene Tod sei einfacher zu ertragen als der geliebter Menschen: „Den eigenen Tod stirbt man nur einmal.“ Stimmt das wirklich? Was, wenn wir dem Tod nicht mehr aus dem Weg gehen können, wenn wir loslassen müssen, uns selbst oder unsere Liebsten?

Mit der Ausstellung „Leben – aus – gestorben“ wollen uns die Initiatorinnen dazu bringen, uns mit dem Tod und dem Sterben auseinander zu setzen. Insbesondere zielen sie auf junge Menschen ab, die als Schülerinnen und Schüler auch in die Entstehung der Ausstellung eingebunden sind. Erlebten die Menschen früher das Sterben nicht unmittelbarer, im eigenen Haus und der Großfamilie? Wie sollen junge Menschen den Umgang damit lernen können, wenn sie das Sterben der Großeltern nicht selbst erleben oder nur „von ferne“ wahrnehmen?

Sich mit dem Tod auseinander zu setzen erfordert Mut und greift ein Tabu an, mit dem wir uns nur ungern auseinandersetzen. Gut, dass es Menschen gibt, die uns dabei helfen, diese schwere Zeit zu überstehen.

Den Initiatorinnen des Projektes und der Ausstellung „Leben – aus –gestorben“ danke ich ganz herzlich für ihr Engagement, und auch dafür, den Waldfriedhof wieder ein Stück mehr zum Ort zu machen, an dem Menschen trauern, gedenken, lernen und leben.

jp

 

Darmstädter Förderkreis Kultur e.V.

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Das Jahr 2014 ist nicht nur das Gedenkjahr für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs, sondern auch das Jahr des hundertjährigen Jubiläums der Eröffnung des Darmstädter Waldfriedhofs. Der Waldfriedhof mit einer Fläche von rund 33 Hektar ist nicht nur der größte Friedhof Darmstadts, sondern auch ein herausragendes Denkmal der Sepulkralkultur. Gleichzeitig ist die 1914 – nach Plänen des Darmstädter Architekt und Stadtbaurat August Buxbaum – errichtete Anlage ein Kleinod der in Darmstadt so hervorragend repräsentierten Jugendstilarchitektur. Angelegt ist der Waldfriedhof als ein Hufeisen von etwa 650 m Länge, das durch den großen Hauptweg (zentrale Nord-Süd-Achse) symmetrisch geteilt wird. Gleich am Eingang werden Besucher und Trauernde gleichermaßen von der markanten Jugendstilarchitektur empfangen. Neben dem Portal und dem halbrunden Säulengang, in dem Grüfte mit schweren Deckeln angelegt wurden, befinden sich auf der Ost- und Westseite zwei symmetrisch gestaltete Kuppelbauten mit 17,5 m Durchmesser sowie die jeweils baugleichen Verwaltungs- und Wohngebäude am Ende des Säulengangs. Die Rückseite des Säulengangs ist als Kolumbariumwand zur Aufbewahrung von 945 Urnen ausgebildet. Im Zentrum der Friedhofsbauten auf dem Vorplatz steht ein Brunnen, flankiert von zwei Säulen mit Urnen. Dieses eindrucksvolle Ensemble der Jugendstilbauten ist ein gelungener Ort der Besinnung.

Ort der Besinnung ist der Waldfriedhof aber nicht zuletzt auch durch die Gedenkstätte für die Toten beider Weltkriege, wo auch das Massengrab für die etwa 12.000 in der Brandnacht am 11. September 1944 umgekommenen Darmstädter Bürgerinnen und Bürger angelegt wurde. Das Areal ist als Rondell ausgebildet. Auf Bronzetafeln an der Mauer des unteren Umgangs sind die Namen der Toten dieser Brandnacht verzeichnet. Die drei großen, liegenden Bronzefiguren, die an die Opfer der Brandnacht erinnern, schuf der Darmstädter Bildhauer Fritz Schwarzbeck. Gerade dieses Massengrab und das Denkmal sind an diesem Ort der Toten ein besonderer Ort der Begegnung mit dem Tod.

Das Projekt „leben aus gestorben“ gestaltet die ehemalige Feuerbestattungshalle für ein Themenfeld, das mitten ins Leben gehört: »Sterben – Tod – Begraben – Trauern – Leben«. Die geplanten Rauminszenierungen machen das Projekt so künstlerisch interessant und spannend. Dem Waldfriedhof wird eine neue, eine andere, Nutzung gegeben – der Friedhof wird dadurch zu einem wiederbelebten Ort.

Ich wünsche dem Projekt – auch im Namen des Vorstands des Darmstädter Förderkreises Kultur e.V. – viel Erfolg, zahlreiche Besucher und lebhafte Diskussionen über den Tod als Teil des Lebens.

Peter Benz, Oberbürgermeister a. D.

Vorsitzender Darmstädter Förderkreis Kultur e.V.

 

 

Iris Bachmann – HEAG Kulturfreunde

irisbachmannEs ist schon eine Weile her, dass Ann Dargies beim Kulturausschuss auftauchte, um uns neugierig zu machen für das Projekt „Leben – aus – gestorben“ und um Unterstützung für das Projekt zu werben. Nun ist es endlich so weit! Es wurden viele Stationen überwunden, viele Hürden konnten genommen werden und wir können uns nun an dem Ergebnis freuen!

Diese Freude speist sich aus vielen Teilen: zum einen haben wir den schönen Waldfriedhof mit seinem eindrucksvollen Ensemble als Entree. Der Waldfriedhof wird 2014 100 Jahre alt und das gibt Anlass, ihn gebührend zu feiern und seinen besonderen Charakter deutlich zu machen. Zum anderen aus dem eindrucksvollen Projekt in der ehemaligen Feuerbestattungshalle.

Denn wir wissen: „Der Tod ist uns sicher, doch seine Stunde ist uns nicht bekannt.“ Darüber mit jungen Menschen zu sprechen, zu arbeiten, ist ein engagiertes Unternehmen, dass unsere ganze Aufmerksamkeit und Unterstützung verdient!

Dem Waldfriedhof sollte in diesem Jahr die besondere Aufmerksamkeit der Darmstädter Bürgerinnen und Bürger gelten und dem Projekt „Leben – aus – gestorben“ viele gute Diskussionen in den Workshops und zahlreiche Besucherinnen und Besucher der interaktiven Ausstellung. Viel Erfolg!

Iris Bachmann

HEAG Kulturfreunde